Ideen & Inspiration für eine BDSM Collaring Zeremonie

Verfasst Von: Sofia Arlo | 16. April 2025
BDSM Collaring Ceremony Ideas & Inspiration

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine BDSM Collaring Zeremonie?

Eine BDSM Collaring Zeremonie ist ein Ritual in der BDSM-Community, das die formelle Bindung zwischen einer dominanten Person und einer submissiven Person symbolisiert. Sie markiert einen wichtigen Schritt in einer D/s-Beziehung und hat für viele eine ähnliche Bedeutung wie eine Hochzeit. Auch wenn die meisten Zeremonien privat stattfinden, kann sie genauso gut draußen oder im Rahmen eines Community-Events stattfinden.

Wie der Name schon sagt, gehört fast immer das Überreichen und Annehmen eines Collars dazu – von der dominanten Person an die submissive Person. Geschlecht und Anzahl der Beteiligten sind dabei völlig egal und hängen nur von den Menschen ab, die es betrifft.

Wir haben bereits festgestellt, wie wichtig ein Collaring sein kann. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, persönliche Gelübde und Versprechen einzubauen, die vor oder nach dem Anlegen des Collars vorgelesen werden. Aber dazu später mehr!

Wer leitet eine BDSM Collaring Zeremonie?

Die meisten BDSM Collaring Zeremonien finden privat statt – zwischen einer dominanten Person und einer submissiven Person. In diesem Fall übernimmt meist die dominante Person die Leitung der Zeremonie und führt die submissive Person durch den Ablauf.

Wenn eure Bindung mehrere Personen umfasst oder ihr Gäste dabei habt, kann die zeremonieleitende Person auch ein enger Freund oder eine erfahrene dominante Person sein – zum Beispiel jemand, den ihr von einem kink Event oder aus der Community kennt.

Wann ist eine Beziehung bereit für eine BDSM Collaring Zeremonie?

Ein Collaring macht man normalerweise nicht schon im ersten Monat einer Beziehung. Für jedes Paar hat es eine andere Bedeutung – und entsprechend ist auch der richtige Zeitpunkt unterschiedlich. Aber hier ist eine grobe Orientierung, wann ein Collaring Sinn ergeben kann:

  • VERTRAUEN ist über Zeit gewachsen – durch Verlässlichkeit, Kommunikation und Fürsorge
  • Ihr spürt eine STARKE VERBINDUNG zueinander
  • Ihr könnt beide richtig gut KOMMUNIZIEREN – sowohl beim Sex als auch im Alltag eurer Beziehung
  • Die Person, die gecollart wird, hat schon mal einen Collar getragen und mag das Gefühl wirklich sehr
  • Ihr habt Limits, Grenzen und Erwartungen klar verhandelt
  • Ihr habt beide Lust auf eine Collaring-Dynamik 

Die Zeremonie

Bevor wir in die konkreten Details gehen, hier ein möglicher Ablauf, wie eine BDSM Collaring Zeremonie strukturiert sein kann:

[1] Die dominante Person kauft den Collar und verpackt ihn als Geschenk
[2] Beide Partner bereiten ihre Gelübde vor (und schreiben ggf. den Vertrag aus)
[3] Die dominante Person richtet den Ort her, bevor sie die submissive Person hineinbitten
[4] Die dominante Person beginnt mit einer ruhigen Einleitung
[5] Beide lesen ihre Gelübde vor
[6] Der Vertrag wird unterschrieben (optional)
[7] Die dominante Person überreicht den Collar und legt ihn der submissiven Person an – das kann ein Ritual enthalten, z. B. Flogging, Ausziehen, Knien, ein Gedicht etc.
[8] Play, Aftercare, Bad/Dusche, Kuscheln, Essen usw.

Das Halsband (Collar)

Wer das Halsband kauft (Sub, Dom oder gemeinsam), entscheidet ihr selbst. Trotzdem ist es meistens die dominante Person, die das Halsband auswählt, kauft und überreicht.

Wenn du ein Halsband aussuchst, frag dich zuerst: Wofür soll es gedacht sein? Wenn es täglich getragen werden soll, nimm eher ein Tageshalsband (Day Collar). Das ist ein dezentes, oft schmuckähnliches Halsband, das man auch in der Öffentlichkeit tragen kann, ohne groß aufzufallen. Wenn das Halsband nur während Playtime oder zu Hause getragen wird, lohnt sich ein Blick auf dedizierte BDSM Lederhalsbänder: Die sind meist breiter, stabiler und oft so gebaut, dass du Leinen befestigen kannst.

Weil eine BDSM Collaring Zeremonie etwas sehr Persönliches ist, lohnt sich eine Personalisierung – zum Beispiel durch Gravur oder Heißprägung (Name, Spitzname, Pet Name oder ein besonderes Datum). Wenn es nicht sichtbar sein soll, kannst du auch die Innenseite personalisieren. Ludosati.com ist z. B. eine Firma, die so einen Custom-Service zu einem fairen Preis anbietet.

Wenn du nicht sicher bist, welches Halsband deiner submissiven Person wirklich gefallen wird, frag sie nach einer groben Richtung: Design, Breite/Dicke, Material (Leder oder Metall) und Farbe. Ideal ist, wenn sie am Ende nicht zu 100% weiß, welches Halsband es wird – weil es ja auch ein bisschen Überraschung bleiben soll.


Übergabe deines Geschenks

Irgendwann während der Zeremonie übergibst du deiner submissiven Person das Halsband. Dieser Moment sollte sich richtig besonders und persönlich anfühlen. Damit das klappt, empfehle ich dir: Sorge für ein schön vorbereitetes Setting und verpack das Halsband so, dass es richtig nach „Luxus & teuer“ aussieht. Keine Sorge — dafür brauchst du keine Diamond-Box.

Ein luxuriös wirkendes Gift-Wrapping, das dich nicht arm macht, ist easy. Hier ist eine konkrete Idee mit Sachen, die du auf Amazon bekommst:

Schritt 1: Lege das Halsband in einen schwarzen Baumwollbeutel (optional)
Schritt 2: Lege das Halsband (mit Beutel) in eine Holzbox (Naturmaterial wirkt automatisch hochwertig)
Schritt 3: Verpack das Ganze mit schwarzem Geschenkpapier und einer schwarzen Schleife (passt zum Thema und sieht high-end aus)

Wenn du lieber eine fertige Lösung willst, schau bei ludosati.com vorbei — die haben Geschenkverpackungen speziell für BDSM Collaring Zeremonien.

Gäste oder keine Gäste?

Willst du den klassischen Weg gehen und eine private, intime Zeremonie nur zwischen euch (oder zu dritt …) feiern? Oder möchtest du lieber Freunde und andere Menschen aus der Kink-Community einladen?

Beides ist absolut valid und liegt komplett bei euch. Ein intimes, privates Setting ist ideal, wenn ihr nicht viele Kontakte in der Kink-Community habt oder diesen Moment einfach nicht mit anderen teilen wollt. Eine BDSM Collaring Zeremonie mit Gästen passt dagegen super für Swinger und Kinkster, die viel Kontakt zur Szene haben und eine Liste gleichgesinnter Leute einladen können.

Auch wenn die Meinung anderer eigentlich egal sein sollte, würde ich wirklich nur Menschen einladen, die D/s-Dynamiken komplett verstehen und respektieren. Du willst nicht riskieren, dass dir jemand diesen besonderen Abend versaut.

Deko- und Atmosphären-Ideen

Das Setting sollte zum emotionalen und symbolischen Ton der BDSM Collaring Zeremonie passen. Hier sind ein paar Ideen als Inspiration – du kannst eine auswählen oder mehrere kombinieren. Wir haben bewusst günstigere und teurere Optionen dabei, weil manche Paare bei einer Collaring Zeremonie gerne richtig „all-in“ gehen.

  • Schlafzimmer: Bereite euer Schlafzimmer mit Kerzen, Räucherstäbchen und vielen Blumen vor. Licht aus, ruhige Musik an (nichts, was ablenkt). Das Geschenk mit dem Halsband kommt in die Mitte des frisch gemachten Bettes, umgeben von Blumen.
  • Dungeon: Buche ein BDSM-Hotel oder einen BDSM-Dungeon nur für euch. Dekoriere mit großen roten oder schwarzen Kerzen.
  • Altar: Baue einen kleinen Altar mit persönlichen Dingen – z. B. Fotos, wichtigen Toys, dem Halsband und Kerzen.
  • Themen: Gothic, elegant, Fantasy, rituell, mittelalterlich, blumig.
  • Natur: Such dir einen ruhigen Ort in der Natur, wo selten jemand vorbeikommt. Nimm ein Picknick mit, plus Blumen und Kerzen.
  • Rote LEDs: Perfekt als Ergänzung, wenn ihr es in eurer Wohnung macht – macht sofort Stimmung.
  • Sound: Nutze Sound-Cues (Glocken, Gong), um den rituellen Raum zu eröffnen oder wieder zu schließen.

Vertrag

Nicht jede BDSM Collaring Zeremonie enthält einen Vertrag – aber er kann eine richtig gute Grundlage sein, um eure Gelübde daraus abzuleiten. Außerdem könnt ihr den Vertrag während der Zeremonie (ganz privat oder vor Gästen) vorlesen und anschließend gemeinsam unterschreiben.

Vielleicht fragst du dich, was in einem D/s-Vertrag normalerweise drinsteht. Meistens umfasst er:

  • Verantwortlichkeiten beider Partner füreinander – in der Beziehung und im Schlafzimmer
  • Hard Limits, Soft Limits & Grenzen, plus Safewords und Notfall-„Protokolle“ wie Aftercare
  • Regeln, die die submissive Person befolgt
  • Wünsche beider Partner – sexuell und emotional
  • Zeitrahmen – Verträge können befristet sein (30, 90, 365 Tage) oder offen gestaltet

Der Vertrag kann getippt oder handschriftlich sein. Eine richtig coole, künstlerische Option: Einen Kalligrafen über Fiverr bezahlen, der euren Vertrag in einer mittelalterlichen Blackletter-Schrift schreibt. Manche können ihn sogar in Leder binden oder als „Rolle“ liefern.

Beim Unterschreiben während der Zeremonie habt ihr verschiedene Optionen: klassisch mit Stift, mit einem Wachssiegel – oder per Blut (mit einem kleinen Nadelstich).

Gelübde

Gelübde sind gesprochene Versprechen, die ihr während der Zeremonie macht – und ihr solltet sie unbedingt vorher aufschreiben. Improvisieren ist hier eher keine gute Idee.

Dominante Personen geloben oft, zu schützen, zu führen, zu wertschätzen oder fair und achtsam zu disziplinieren. Submissive Personen geloben zum Beispiel, zu dienen, zu gehorchen, zu vertrauen, zu wachsen oder sich hinzugeben.

Das Collaring-Ritual

Der Moment, auf den ihr hinarbeitet: das Collaring. Der sollte sich besonders anfühlen und im Kopf bleiben. Eine einfache Art, das hinzubekommen: Ihr einigt euch auf ein Ritual, das nach dem Vorlesen der Gelübde den Übergang einleitet – also den Moment, in dem das Halsband angelegt wird. Hier ein paar Ideen als Inspiration:

  • Einen Flogger nutzen, um die submissive Person vor dem Collaring „zu segnen“. Der Flogger kann auch symbolisch dafür stehen, Vergangenes zu vergeben und loszulassen.
  • Die submissive Person zieht sich langsam aus; dann packt sie das Halsband aus und überreicht es der dominanten Person; diese legt es anschließend um den Hals.
  • Gemeinsam baden und euch gegenseitig waschen – als symbolische Reinigung.
  • Einen „Trank“ oder ein kleines Ritual-Essen vorbereiten, das ihr beide zu euch nehmt, bevor das Halsband überreicht wird.
  • Zeugen einladen, die das Halsband kurz berühren und einen Segen/ein paar Worte sprechen, bevor es der submissiven Person angelegt wird.

Beim eigentlichen Anlegen gilt meistens: Die dominante Person nimmt das Halsband, legt es der submissiven Person um den Hals und schließt dann die Schnalle – oder das Schloss, falls ihr ein abschließbares Halsband gewählt habt.

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