Pet Play BDSM: Wie du dein Pet trainierst, bestrafst und belohnst
Inhaltsverzeichnis
1) Einführung
Obwohl der pet play-Kink in der Kink-Community ziemlich verbreitet ist, haben viele Vanilla-Menschen noch nie davon gehört. Dieser Guide richtet sich nicht nur an Anfänger, sondern auch an erfahrene Kinksters, die neue Inspiration suchen.
2) Was ist Pet Play (und unterscheidet es sich von Animal Play?)
Lass mich die allzu häufige Frage beantworten: „Was ist pet play?“. Während ein Partner die Rolle des Besitzers oder Trainers übernimmt, schlüpft der submissive Partner (manchmal auch der dominante, aber das ist seltener) in die Figur eines tierischen Pets. Das Pet gibt in der Regel die Kontrolle vollständig ab und möchte von seinem Owner geführt und dominiert werden. Wie der Name vermuten lässt, möchte der Sub-Partner wie ein echtes Haustier behandelt werden. Dies bildet die Grundlage vieler dynamischer Szenarien im pet play BDSM.
Im Gegensatz dazu spielen beim animal play alle Partner Tiere. Ähnlich wie beim pet play gibt es in der Regel ein dominantes Tier in der Dynamik. Das dominante Tier kann die Regeln festlegen, zuerst fressen oder während animalischem, heißen Sex die Führung übernehmen.
3) Temporär vs. Permanent
Bevor wir zu den verschiedenen Tieren kommen, die man spielen kann, solltest du wissen, dass es im pet play BDSM zwei grundlegende Formen gibt: temporäres und permanentes pet play.
Im temporären pet play spielen die beteiligten Partner ihr Szenario beispielsweise nach der Arbeit für ein paar Stunden aus, bevor sie wieder in ihre normalen Erwachsenenrollen zurückkehren.
Beim permanenten pet play hingegen wird die Pet-Owner-Dynamik kaum oder gar nicht unterbrochen. Das kann sehr komplex sein und ist schwer aufrechtzuerhalten – dennoch existieren solche Beziehungsformen.
Einige Arten des pet play eignen sich besser für permanente Strukturen als andere. Kitten play zum Beispiel kann relativ leicht permanent sein, während pony play in der Regel nicht dauerhaft gelebt wird.
4) Was ist ein Headspace?
Dieser Begriff stammt aus dem BDSM und beschreibt den Endorphin-Rausch, den ein Pet erlebt, wenn es in den Komfort des pet play eintaucht, nichts mehr organisieren oder entscheiden muss und vollständig von seinem Owner geführt wird.
Die vollständige Immersion in die Eigenschaften und Verhaltensweisen des gewählten Tieres ist dabei oft notwendig. Pet Player beschreiben den Headspace als einen Ort voller Vertrauen und Geborgenheit, an dem sie dem Alltagsstress entfliehen können und sich einer Person unterwerfen, der sie tief vertrauen.
5) Was ist so aufregend am Pet Play BDSM?
Wie bei vielen anderen BDSM-Praktiken ist pet play für die Beteiligten – besonders für den submissiven Part – ein großartiger Stressabbau. Die vollständige Kontrolle abzugeben und die Erwachsenenprobleme loszulassen, kann eine enorme Erleichterung sein.
Der Akt, die Kontrolle abzugeben und sich einem Partner zu unterwerfen, erfordert tiefes Vertrauen und ein starkes Gefühl von Sicherheit. Dieses Vertrauen und diese Verbindung werden durch sichere und einvernehmliche pet play BDSM-Praktiken nur noch stärker.
Natürlich lieben beide Partner meist die süße, unschuldige und manchmal auch freche Persönlichkeit, die das Pet annehmen kann. Für das Pet ist es oft der extreme Gegensatz zum pflichtgefüllten Erwachsenenleben – und genau das macht es so reizvoll.
Doch das ist nicht alles. Viele – und das kann ich absolut nachvollziehen – lieben die Kostüme, die Lingerie und das Gear, das zu diesem Kink gehört. Andere stehen auf die Demütigung, wie ein Tier behandelt zu werden. Jeder hat seine Vorlieben, und das völlig zu Recht.
Kinksters, die den Pet-Fetisch vollständig in ihr Leben integrieren, merken schnell, dass die Community, die verfügbaren Ressourcen und die Events zahlreich und unglaublich kreativ sind.
6) Wähle dein Pet-Tier
Die Wahl deines Pet-Tieres ist wichtig, kann aber natürlich jederzeit geändert werden. Normalerweise hat der Pet Player bereits ein Tier im Kopf, mit dem er sich am meisten identifiziert. Falls nicht, empfehle ich, 2–3 Tiere auszuprobieren und zu schauen, zu welchen Persönlichkeitsmerkmalen du dich am meisten hingezogen fühlst.
Puppy Play
Dies ist eine der häufigsten Formen des pet play, besonders in der Gay-Community. Wie der Name schon sagt, nimmt der Pet Player oft die verspielte, süße und neugierige Persönlichkeit eines jungen Welpen an. Das ist ideal, denn ein junger, untrainierter Welpe braucht viel lustiges, herausforderndes Training mit seinem Owner.
Ein weiterer Pluspunkt: Es gibt unendlich viele Rassen, aus denen man wählen kann.
Wenn du mehr über diesen Kink erfahren möchtest, lies unseren vollständigen Puppy-Play-Guide.
Kitten Play
Fast genauso verbreitet wie Puppy Play und besonders beliebt bei DDLG-Kinkstern. Der Pet Player nimmt eine niedliche, verspielte und oft freche (bratty) Katzenpersönlichkeit an. Ob die Katze gehorsam oder eher widerspenstig ist, bleibt dem Pet überlassen.
Diese Dynamik bietet unendlich viele spaßige und sexy Aktivitäten. Besonders geeignet ist sie für Pets, die viel Aufmerksamkeit mögen und das Gefühl lieben, umsorgt zu werden.
Mehr dazu findest du in unserem Kitten Play BDSM Artikel.
Rabbit Play
Nicht so verbreitet wie die vorherigen Formen, hauptsächlich weil die Aktivitäten etwas begrenzter sind. Dennoch ist es großartig für Pets, die viel Kuscheln, Streicheln und Herumhüpfen mögen. Lingerie und Gear können hier extrem süß sein.
Pony Play
Sehr bekannt in der Fetischwelt, mit vielen Communities und viel Ausrüstung. Ein Grund dafür könnte sein, dass es so viele mögliche Aktivitäten gibt. Training ist eine der häufigsten Beschäftigungen zwischen Owner und Pony — vom Laufenlernen bis hin zu Show-Training sind die Möglichkeiten praktisch unbegrenzt.
Einige Ponys ziehen ihre Owner in einer Kutsche, andere lassen sich auf dem Rücken „reiten“. Wichtig: Menschliche Rücken sind nicht für Lasten gemacht. Der Owner muss immer sein eigenes Gewicht mit den Beinen abstützen, um Verletzungen zu vermeiden.
Wenn du mehr über diese Art von pet play BDSM erfahren willst, lies unseren vollständigen Pony-Play-BDSM-Guide.
Cow Play
Selten, aber es existiert. Brustmelken mit speziellen Pumpen oder „Breeding“-Rollenspiele gehören zu den typischen Aktivitäten. Andere lieben einfach die sexy Kuh-Outfits. Manche Cow-Play-Communities veranstalten sogar Auktionen (natürlich mit vollem Einverständnis aller Beteiligten).
Fox Play
Im Gegensatz zu den vorherigen Pet-Typen ist Fox Play deutlich wilder. Da Füchse kaum zu zähmen sind, eignen sie sich perfekt für eine pet play BDSM Dynamik. Kratzen, spielerisches Kämpfen oder leichtes Beißen können wunderbare Gründe sein, deinen Fuchs zu bestrafen. Da Füchse nicht trainierbar sind, sind sie im Spiel meist „älter“, unabhängiger und benötigen weniger Aufmerksamkeit.
Wolf Play
Eine weitere wilde Form des pet play, ohne Frage. Primal-Play-Elemente wie Beißen, Ringen, Kämpfen oder der Versuch, den Wolf zu bändigen, sind typische Bestandteile dieser Dynamik. Besonders Switch-Paare könnten daran Spaß finden, da der Wolf den Owner überpowern kann. Alternativ kannst du Puppy-Play-Aktivitäten übernehmen und sie deutlich wilder gestalten.
Pig Play
Nicht sehr verbreitet, aber großartig für Pets, die auf Demütigung und Degradation stehen.



